Citadel-Gründer Ken Griffin erklärt, dass „generative KI nutzlos ist“: Alpha kann nicht entdeckt werden und die Wall Street muss immer noch ihre Hände einsetzen, um den Markt zu schlagen
Ken Griffin erklärte auf der Robin Hood-Konferenz von JPMorgan unverblümt, dass GenAI noch kein Alpha für Hedgefonds abgebaut habe, was den Markt dazu veranlasste, die Praktikabilität generativer KI für Handel, Risiken und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine erneut zu prüfen „1011 Crash“-Assistenten: Hexagon Player, Riddler und einer ist „Android Thinking“)
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Die JPMorgan Robin Hood Investor Conference, die gestern (15.) in New York stattfand, zog Schwergewichte aus der Wall Street und dem Silicon Valley an. Ken Griffin, Gründer von Citadel, warf in seiner Rede kaltes Wasser auf generative künstliche Intelligenz (GenAI) und wies darauf hin, dass GenAI zwar derzeit die Produktivität verbessern kann, „für die Entdeckung von Alpha jedoch immer noch nicht in der Lage ist, dies zu tun.“
„GenAI kann zwar die Produktivität verbessern, erreicht aber immer noch nicht das Alpha (Überschussrenditen).“
In einer Zeit, in der KI-Konzeptaktien heiß begehrt sind, hat Griffins Haltung die Außenwelt dazu gebracht, über den wahren Wert dieser Technologiewelle nachzudenken.
Die Praktiken von Citadel hinter der vorsichtigen Haltung
Griffins Standpunkt bedeutet nicht, dass Citadel gegenüber neuen Werkzeugen resistent ist. Das Unternehmen hat bereits GPT-ähnliche Modelle in den Forschungsprozess eingeführt, um die Dokumentenzusammenfassung, sofortige Erkenntnisse und Chatbot-gestützte Analysen zu unterstützen, aber wichtige Entscheidungen werden immer noch von erfahrenen Investoren getroffen.
Im zweiten Quartal reduzierte Citadel seine Long-Positionen in Broadcom um etwa 82 % und Palantir um etwa 48 %, vervierfachte jedoch seinen Bestand an Nvidia auf mehr als 8 Millionen Aktien. Diese Operationen spiegeln wider, dass Citadel nur dann große Wetten abschließt, wenn es Wettbewerbsbarrieren und Hardware-Führerschaft festlegt, und gleichzeitig Abstand zu hoch bewerteten Software-Aktien hält. Citadel konzentriert sich auf die Wahrung eines Gleichgewichts zwischen der Nutzung der Marktdynamik und der Risikokontrolle.
Der Markt ist hinsichtlich GenAI optimistisch: Werden die Gewinne steigen?
Im Gegensatz zu Griffins Vorbehalten geben einige Forschungsinstitute weiterhin positive Einschätzungen ab, wobei die annualisierten Renditen für Hedgefonds, die als erste GenAI einführen, um 3–5 % steigen, was besonders für quantitative und Aktienstrategien von Vorteil ist. GenAI ermöglicht eine schnellere Marktsignalextraktion und Portfolio-Stresstests durch die Integration synthetischer Daten, umfangreicher Sprachmodelle und modularer Arbeitsabläufe.
„Moody’s CreditView Blog“ wies darauf hin, dass Agentic AI Transaktionen 24 Stunden am Tag überwachen, Auffälligkeiten kennzeichnen und das Risikomanagement stärken kann. Untersuchungen von AIMA zeigen außerdem, dass 95 % der Hedgefonds-Manager GenAI-Tools verwendet haben und 90 % der Anleger innerhalb von drei Jahren positive Beiträge erwarten.
Herausforderungen bei der Einführung der Wall Street
Es gibt jedoch immer noch Herausforderungen, die angesichts der optimistischen Daten nicht ignoriert werden können. Die Analyse des CFA-Instituts ergab, dass das GenAI-Modell nicht gut auf hochkomplexe Szenarien wie geopolitische Schocks reagiert und bei großen Schwankungen dazu neigt, ungenau zu sein. Im Hinblick auf die Aufsicht muss das Problem der Modell-Blackbox und der Voreingenommenheit noch gelöst werden. Sobald die Urteilsgrundlage nicht mehr nachvollziehbar ist, wird dies die Compliance der Finanzinstitute unter Druck setzen.
Damit GenAI sein Potenzial im Jahr 2030 voll ausschöpfen kann, benötigt der Hedgefonds-Bereich immer noch 140.000 qualifizierte Fachkräfte, was Probleme hinsichtlich der Infrastruktur und der Talentausbildung mit sich bringt. Die Popularisierung kann auch die Homogenität des Marktes stärken und die Besorgnis über systemische Risiken und die Schwächung menschlicher Analysefähigkeiten verstärken.
Hybride Mensch-Maschine-Zusammenarbeit: ein realistischerer Entwurf
Unter dem Druck von Effizienz, Risiko und Aufsicht konzentrieren sich viele Praktiker auf das Modell der „Mensch-Maschine-Zusammenarbeit“. Diese Methode besteht darin, dass die KI ein vorläufiges Screening und eine Mustersuche anhand umfangreicher Daten durchführt. Anschließend fügen die Anleger ihre Erfahrung und ihr situatives Urteilsvermögen hinzu, um die Strategie schließlich zu bestätigen. Dieses Modell nutzt nicht nur die Rechenvorteile der KI, sondern bewahrt auch die menschliche Sensibilität gegenüber extremen Ereignissen und unstrukturierten Informationen.
Besonnenheit bedeutet für Griffin nicht, Technologie zu leugnen, sondern sicherzustellen, dass jede Investition Rendite bei kontrollierbaren Risiken bringen kann. Wenn der Markt dies verstanden hat, kann er die Position von GenAI möglicherweise gelassener einschätzen: Es ist nur ein Assistent, kein Retter.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass GenAI zweifellos die Datenverarbeitung und Betriebsprozesse verändert. Bei der kurzfristigen Gewinnverbesserung handelt es sich möglicherweise nur um eine Effizienzsteigerung, aber es gibt immer noch Variablen für die stabile Generierung von Alpha auf Hedgefonds-Ebene und den Weg, den Markt zu schlagen. Während Wall Street und Silicon Valley über die nächste Innovationswelle debattieren, erinnern Griffins Worte die Anleger daran, dass ein echter Wettbewerbsvorteil aus der präzisen Anwendung von Werkzeugen, einem kontrollierten Risiko und einem klaren Urteilsvermögen resultiert, das nicht von populären Narrativen geblendet wird.