Do Kwon bekennt sich des Betrugs schuldig: Ich habe Investoren getäuscht, die UST/LUNA gekauft haben. Es tut mir sehr leid ... Ich hoffe auf eine erhebliche Reduzierung der Strafe
Der Gründer von Terraform Labs, Do Kwon, bekannte sich vor einem New Yorker Gericht schuldig, und der Fall des Zusammenbruchs von Terra/Luna im Wert von 40 Milliarden US-Dollar wird Gegenstand des Urteilsverfahrens sein.
(Vorläufige Zusammenfassung: Do Kwon wird sich schuldig bekennen! LUNA wurde nach seinem Zusammenbruch wegen neun Straftaten, darunter Betrug und Geldwäsche, angeklagt)
(Hintergrundergänzung: Endlich? Montenegros Justizministerium ordnete die Auslieferung von Do Kwon an die Vereinigten Staaten an, und der Traum des Terra-Gründers, nach Südkorea zurückzukehren, zerplatzte)
Inhalt dieses Artikels
Do Kwon, Mitbegründer von Terra/Luna, der einst von der Außenwelt als „König der Kryptowährung“ bezeichnet wurde, Eastern Time, bekannte sich am 12. vor einem New Yorker Bundesgericht zu neun ursprünglichen Strafanzeigen wegen Verschwörung zum Betrug und Überweisungsbetrug schuldig. Dieser historische Vorfall in der Kryptowährungsbranche, der Investitionsverluste in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar verursachte, ist endlich zu Ende.
Do Kwon wird wegen neun Straftaten angeklagt, darunter Wertpapierbetrug, Überweisungsbetrug, Warenbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm bis zu 135 Jahre Gefängnis.
Umrisse der Einspruchsvereinbarung
Laut Reuters haben die Staatsanwälte mit Kwon eine Vereinbarung getroffen, die eine Gefängnisstrafe von nicht mehr als 12 Jahren empfahl, was deutlich unter der Höchstgrenze von 25 Jahren für beide Fälle liegt. Kwon stimmte außerdem zu, etwa 19,3 Millionen US-Dollar an unrechtmäßig erworbenen Gewinnen abzugeben.
Do Kwon, der mit Handschellen gefesselt ist und eine kanariengelbe Gefängnisuniform trägt, soll vor Gericht zugegeben haben:
„Zwischen 2018 und 2022 habe ich mich wissentlich mit anderen in einem Betrugsplan verschworen und Betrug gegen meine Firma Terraform im Südbezirk von New York und anderswo begangen. Der Käufer der von Labs ausgegebenen Kryptowährung … hat etwas falsch gemacht, und ich möchte mich dafür entschuldigen.“ Aktionen.“ Nachdem er sich schuldig bekannt hat, ist die Anhörung zur Urteilsverkündung für den 11. Dezember dieses Jahres angesetzt, und der Richter kann noch erschwerende oder mildernde Umstände in Betracht ziehen.
Der Zusammenbruch der Stablecoin-Illusion
Auf seinem Höhepunkt verließ sich der algorithmische Stablecoin TerraUSD (UST) auf den dynamischen Zerstörungs- und Prägemechanismus des Tokens Luna, um seinen Marktwert auf über 50 Milliarden US-Dollar zu steigern. Kwon sagte vor Gericht aus, dass er nach der ersten Entkopplung im Jahr 2021 heimlich Aufträge über ein Hochfrequenzhandelsunternehmen gekauft habe, um die Illusion einer „automatischen Erholung“ zu erzeugen und dadurch neue Gelder anzuziehen.
Bis Mai 2022 führte der anhaltende Verkaufsdruck dazu, dass die Preise außer Kontrolle gerieten, und UST und Luna kehrten schnell auf Null zurück, was zum Bankrott vieler Kredit- und Absicherungsinstitute führte und indirekt die darauffolgende FTX-Krise verschlimmerte.
Globale Fahndung und justizielle Zusammenarbeit
Nach dem Zusammenbruch beschloss Kwon zu fliehen, und Interpol gab eine rote Anzeige heraus. Nach monatelanger Verfolgung identifizierten ihn die Vereinigten Staaten durch die Polizei von Montenegro (Republik Montenegro) und schlossen seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten Ende 2024 ab.
Zuvor hatte die SEC im Juni 2024 mit Terraform Labs eine zivilrechtliche Einigung über 4,55 Milliarden US-Dollar erzielt, wobei Kwon persönlich 80 Millionen US-Dollar zahlte.
Die neue Normalität der Aufsicht
Die Analyse von CoinDesk wies darauf hin, dass dieser Fall die Länder dazu drängen wird, die Offenlegung stabiler Währungsreserven zu verstärken und Stresstests für algorithmische Mechanismen durchzuführen. Beobachter gehen im Allgemeinen davon aus, dass die Ergebnisse die Definition der Verantwortlichkeiten von Stablecoin-Emittenten durch die Regulierungsbehörden stärken und einen Präzedenzfall für spätere Überprüfungen im DeFi-Bereich bieten werden. Für andere Gründer könnte der Vorfall ein Schlaglicht auf das Konzept der „ultimativen Haftung“ werfen: Auch wenn Produktdesignfehler durch Algorithmen verursacht werden, kann eine rechtliche Verantwortlichkeit nicht ausgeschlossen werden.
Investoren müssen auch von dem Slogan „Hohe Rendite bedeutet hohes Risiko“ zur Bewertung von Cashflow, Reservevermögen und Prüfungsergebnissen übergehen. Andernfalls kann es im Handumdrehen zur nächsten Minenexplosion kommen, auch wenn sie als „too big to fail“ gilt.