Sind Institutionen, die den Kryptomarkt dominieren, das Ende der Dezentralisierung oder der Beginn einer neuen Ära?
Der Kryptomarkt wird im Jahr 2025 eine strukturelle Wende einläuten: Institutionelle Fonds machen etwa 95 % der gesamten Zuflüsse aus, während nur 5–6 % für Privatanleger übrig bleiben. Führungskräfte von Polygon Labs wiesen darauf hin, dass dies nicht das Ende der Dezentralisierung sei, sondern eine natürliche Entwicklung, die durch die Reife der Infrastruktur hervorgerufen werde. Kryptowährung wandelt sich von einem spekulativen Vermögenswert zu einer Kerntechnologie des globalen Finanzsystems.
(Vorläufige Zusammenfassung: Bernstein: Der Vierjahreszyklus von Bitcoin ist vorbei! Die institutionelle Ära hat einen „erweiterten Bullenmarkt“ begonnen, und BTC wird 2027 einen Höchststand von 200.000 US-Dollar erreichen)
(Hintergrundbeilage: Finanzaufsichtsausschuss Peng Jinlong: Taiwans stabile Währung wird zuerst von „Finanzinstituten“ ausgegeben und bereits im Juni 2026 eingeführt)
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2025 Im Jahr 2017 leitete der Kryptowährungsmarkt einen strukturellen Wendepunkt ein: Institutionelle Anleger wurden zur absoluten Hauptkraft, während sich Privatanleger deutlich abkühlten. Aishwary Gupta, globaler Leiter für Zahlungen und Sachwerte bei Polygon Labs, wies kürzlich in einem Interview darauf hin, dass institutionelle Fonds mittlerweile etwa 95 % des gesamten Kryptowährungszuflusses ausmachen, während nur noch 5–6 % der Privatanleger übrig bleiben. Die Marktbeherrschung hat sich erheblich verändert.
Die Reife der Infrastruktur treibt die institutionelle Transformation voran
Er erklärte, dass die institutionelle Transformation nicht von Emotionen angetrieben wird, sondern ein natürliches Ergebnis einer ausgereiften Infrastruktur ist. Vermögensverwaltungsgiganten wie BlackRock, Apollo und Hamilton Lane investieren 1–2 % ihres Anlageportfolios in digitale Vermögenswerte und beschleunigen deren Einsatz durch ETFs und tokenisierte On-Chain-Produkte. Als Beispiele nannte Gupta die Kooperationsfälle von Polygon, darunter die Prüfung von DeFi-Transaktionen durch JPMorgan Chase unter der Aufsicht der Monetary Authority of Singapore, das tokenisierte Staatsanleihenprojekt von Ondo und die regulierte Verpfändung der AMINA Bank usw., die alle zeigen, dass öffentliche Ketten bereits die Compliance- und Prüfungsanforderungen des traditionellen Finanzwesens erfüllen können.
Die beiden wichtigsten Triebkräfte für den institutionellen Markteintritt
Die beiden wichtigsten treibenden Kräfte für den institutionellen Markteintritt sind Umsatznachfrage und betriebliche Effizienz. Die erste Phase konzentriert sich hauptsächlich auf die Erzielung stabiler Renditen durch tokenisierte Staatsanleihen, Verpfändungen auf Bankebene usw.; Die zweite Phase wird durch die Effizienzsteigerungen vorangetrieben, die die Blockchain mit sich bringt, wie z. B. schnellere Abwicklungsgeschwindigkeiten, gemeinsame Liquidität und programmierbare Vermögenswerte, was große Finanzinstitute dazu veranlasst, mit On-Chain-Fondsstrukturen und Abwicklungsmodellen zu experimentieren.
Der Ausstieg von Privatanlegern ist kein dauerhafter Verlust
Im Gegensatz dazu ist der Ausstieg von Privatanlegern hauptsächlich auf die Verluste und den Vertrauensverlust zurückzuführen, die durch den vorherigen Meme-Währungszyklus verursacht wurden, aber Gupta betonte, dass dies kein dauerhafter Verlust sei. Mit dem Aufkommen regulierterer und risikotransparenterer Produkte werden Privatanleger nach und nach zurückkehren.
Der Eintritt von Institutionen wird das Konzept der Dezentralisierung nicht schwächen
Als Reaktion auf externe Bedenken, dass der Eintritt von Institutionen das Konzept der Dezentralisierung der Kryptowährung schwächen wird, glaubt Gupta, dass die institutionelle Beteiligung die Blockchain nicht zentralisieren, sondern ihre Legitimität stärken wird, solange die Infrastruktur offen bleibt. Er wies darauf hin, dass das zukünftige Finanznetzwerk ein integriertes System sein wird, in dem mehrere Arten von Vermögenswerten wie DeFi, NFT, Staatsanleihen und ETFs in derselben öffentlichen Kette nebeneinander existieren.
Innovationspfade in einem Compliance-Umfeld
Zu der Frage, ob institutionelle Dominanz Innovationen hemmen wird, räumte er ein, dass einige Experimente in einem Umfeld, das der Compliance mehr Aufmerksamkeit schenkt, begrenzt sein werden, aber auf lange Sicht wird dies der Branche helfen, einen robusteren und skalierbareren Innovationspfad aufzubauen, anstatt sich auf schnelle Versuche und Irrtümer zu verlassen, um „die Regeln zu brechen“.
Ausblick für die Marktaussichten: Stabilität und Interoperabilität sind der Schlüssel
Mit Blick auf die Marktaussichten sagte er, dass die institutionelle Liquidität die Marktstabilität weiter verbessern werde, die Volatilität nach dem Rückgang der Spekulationen abnehmen werde und sich RWA-Tokenisierung und Wettnetzwerke auf institutioneller Ebene rasch entwickeln würden. Interoperabilität wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, da Institutionen eine Infrastruktur benötigen, die Vermögenswerte nahtlos über Ketten und Aggregationsebenen hinweg verschieben kann.
Gupta betonte, dass der Eintritt von Institutionen keine „Übernahme“ der Verschlüsselung durch das traditionelle Finanzwesen sei, sondern ein Prozess des gemeinsamen Aufbaus einer neuen Finanzinfrastruktur. Kryptowährung entwickelt sich allmählich von einem spekulativen Vermögenswert zur Kerntechnologie des globalen Finanzsystems.