Das US-amerikanische OCC bestätigt, dass neun Banken Kryptowährungskunden abgelehnt haben, und das Justizministerium wird Verstöße untersuchen
OCC bestätigte zum ersten Mal, dass die neun Großbanken die Verschlüsselungs-, Energie- und Schusswaffenindustrie von 2020 bis 2023 ausschließen werden. Die Trump-Administration forderte einen Stopp des „De-Banking“ und forderte die Wiederherstellung eines fairen Zugangs
(Vorläufige Zusammenfassung: Das US-amerikanische OCC hat Banken von der Zusammenarbeit bei Kryptowährungstransaktionen entbunden und wird beginnen, um das Geschäft von Coinbase und Binance zu konkurrieren)
(Hintergrundergänzung: Das US-amerikanische OCC hat grünes Licht gegeben: Banken können Kryptowährungen halten, um Gasgebühren zu zahlen, und nennen Ethereum (ETH))
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Das U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) kündigte diese Woche eine Untersuchung an und bestätigte offiziell, dass zwischen 2020 und 2023 neun systemrelevante Banken hochschwellige Überprüfungen als Mittel genutzt hatten, um kollektiv die Erbringung von Dienstleistungen für Branchen wie Kryptowährung, fossile Energie und Schusswaffen zu verweigern. Dieser Bericht ist das erste Mal, dass seit vielen Jahren in der Krypto-Community geäußerte Zweifel am „De-Banking“ von Aufsichtsbehörden schriftlich bestätigt werden. Es gibt auch den Ton für einen Wendepunkt in der Finanzlandschaft nach der Durchführungsverordnung der Trump-Regierung im August an.
Die unsichtbare Mauer wurde benannt
Die enthüllte Liste umfasst JPMorgan Chase, Bank of America, Citibank, Wells Fargo, US Bank, Capital One, PNC Bank, TD Bank und BMO Bank. Das OCC stellte fest, dass diese Institutionen zwar die Eröffnung eines Kontos nicht ausdrücklich ablehnten, die Compliance-Schwelle jedoch durch eine „Eskalationsprüfung“ auf eine wesentliche Ablehnung angehoben hatten.
Vorläufige Untersuchungsergebnisse zeigen, dass große Banken in den letzten drei Jahren bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Kunden auf der Grundlage ihrer legitimen Geschäftstätigkeit unzulässig differenziert haben, indem sie beispielsweise den Umfang der Bankdienstleistungen eingeschränkt oder für bestimmte Kunden ein höheres Maß an Überprüfung verlangt haben. Diese vorläufigen Ergebnisse werden zur weiteren Untersuchung an das US-Justizministerium übermittelt, da dies möglicherweise gegen die von Trump im August unterzeichnete Durchführungsverordnung verstößt, die Diskriminierung bei der Stornierung von Bankdienstleistungen aufgrund von Faktoren wie politischen oder religiösen Überzeugungen verbietet.
OCC-Administrator Jonathan Gould äußerte sich hart über das Verhalten der Bank:
„Der Einsatz der Marktkräfte zur ethischen und politischen Überprüfung durch die Banken weicht vom Wesen des Risikomanagements ab.“
Das OCC sagte, dass es den Fall an das Justizministerium weiterleiten werde, wenn festgestellt werde, dass der Grundsatz des fairen Zugangs verletzt worden sei.
Von „Choke Point 2.0“ zu „Fair Access“
Das Gewicht des Berichts ergibt sich aus dem zeitlichen und räumlichen Kontext. Während der Biden-Administration wurde auf dem Markt viel über die „Operation Chokepoint 2.0“ gemunkelt, und die Aufsichtsbehörden verlangten von den Banken, sich im Namen des „Reputationsrisikos“ von umstrittenen Kunden fernzuhalten. Als Trump dieses Jahr ins Weiße Haus zurückkehrte und Executive Orders unterzeichnete, änderte sich der Ton schnell. Consumer Financial Services Law Monitor wies darauf hin, dass die neue Verordnung von den Banken verlangt, „legitime Geschäftsaktivitäten“ als einziges Kriterium heranzuziehen und Dienstleistungen nicht aufgrund politischer Etiketten abzulehnen. Es ist gleichbedeutend damit, die Wall Street zu zwingen, den Zaun zurückzuziehen, den sie in den letzten drei Jahren aufgebaut hat.
Kosten, Risiken und „Bankenwüsten“
Banken betonen, dass Ablehnung keine Diskriminierung, sondern das zwangsläufige Ergebnis der Bekämpfung von Geldwäsche und Betrug ist. Insider wiesen darauf hin, dass sich nach dem FTX-Vorfall die Kosten für die Kunden-Due-Diligence für Verschlüsselungsunternehmen verdoppelt haben und „niemand wieder eine heiße Kartoffel anfassen möchte“.
Die Trennung von den Mainstream-Bankdienstleistungen hat jedoch auch Nebenwirkungen. Eine große Anzahl konformer Krypto-Akteure hat sich an Offshore- oder sekundäre Finanzinstitute gewandt und so die sogenannte „Krypto-Banking-Wüste“ gebildet. Caitlin Long, Gründerin der Custodia Bank, ist davon überzeugt, dass das, was Innovationen wirklich zum Erliegen bringt, der implizite Druck der Federal Reserve und der FˇDIC auf kleine und mittlere Banken ist und nicht eine einzelne Wall-Street-Entscheidung.
Das Risiko einer gerichtlichen Intervention ist gestiegen
Das Besorgniserregendste ist, dass das OCC erklärt hat, dass es erwägt, das Justizministerium einzubeziehen. CoinDesk berichtete, dass das OCC auch einen früheren Brief widerrufen will, der Banken von der Teilnahme an der Verwahrung von Kryptowährungen und Stablecoins abhält. Mit anderen Worten: Wenn eine Bank in Zukunft einen legitimen Kunden aufgrund ihrer Präferenz ausschließt, ist sie möglicherweise höheren Compliance-Risiken ausgesetzt, als wenn sie diesen Kunden weiterhin betreuen würde.
Angesichts der Betonung der „politischen Neutralität“ der Trump-Regierung muss die Wall Street Risiken und Chancen neu berechnen. Der OCC-Bericht ist nicht nur eine Abrechnung mit vergangenen Praktiken, sondern auch eine Neufassung der Spielregeln für die Zukunft. Die Tür, die einst geschlossen war, wurde nicht vollständig geöffnet, aber die Lücke wurde von institutionellen Kräften aufgestoßen, wodurch Raum für den Markt und die Aufsicht geschaffen wurde, um das Wesen der Finanzdienstleistungen wiederherzustellen.